Member State report / Art10-2024 / 2024 / D5 / Germany / Baltic Sea
| Report type | Member State report to Commission |
| MSFD Article | Art10 |
| Report due | 2024-10-15 |
| GES Descriptor | D5 Eutrophication |
| Member State | Germany |
| Region/subregion | Baltic Sea |
| Report date | 2024-10-15 10:22:35 |
Target code |
UZO1 |
UZO1 |
UZO1.1 |
UZO1.1 |
UZO1.2 |
UZO1.3 |
UZO1.3 |
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Target code |
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Target description |
Ziel ist „Meere ohne Beeinträchtigung durch Eutrophierung“. Das Ziel wird durch die operativen Ziele UZO1.1, UZO1.2 und UZO1.3 konkretisiert. Auf dem HELCOM-Ministertreffen 2013 hat sich Deutschland zu einer Reduktion der jährlichen [nbsp]Stickstoffeinträge in die Ostsee um rund 7.670 t (wasser- und luftbürtiger Einträge [nbsp]zusammengenommen) und einer Reduktion der Phosphoreinträge um rund 170 t gegenüber dem [nbsp]Referenzzeitraum 1997–2003 verpflichtet. Im aktualisierten Ostseeaktionsplan von 2021 erfolgte eine [nbsp]Umstellung von Reduktionsanforderungen auf maximal erlaubte Nährstoffeinträge (nutrient inputs [nbsp]ceilings). Basierend auf Nährstoffeintragsdaten bis 2020 und unter Anrechnung von Reduktionen [nbsp]benachbarter Becken muss Deutschland seine Stickstoffeinträge in die zentrale Ostsee noch um 847 t pro Jahr reduzieren und die Phosphoreinträge um 219 t pro Jahr (HELCOM Indikator National [nbsp]Nutrient Input Ceilings 1997-2020). In allen anderen Becken wurden die Reduktionsziele von [nbsp]Deutschland bereits erreicht. Die verbleibenden Reduktionen machen für Stickstoff nur 2,4 % der [nbsp]deutschen Jahresfracht in die zentrale Ostsee aus, für Phosphor aber 49 %. Die [nbsp]Reduktionsverpflichtungen des Ostseeaktionsplans beziehen sich sowohl auf wasserbürtige als auch [nbsp]auf atmosphärische Einträge und berücksichtigen, da sie regional festgelegt wurden, auch [nbsp]grenzüberschreitende Ferneinträge von Nährstoffen. Deshalb sind sie für Umweltziel 1.1, 1.2 und 1.3 [nbsp]gleichermaßen relevant.
Literaturangaben und weitere Informationen siehe: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) (Hrsg.) (2024): Zustand der deutschen Ostseegewässer 2024. Aktualisierung der Anfangsbewertung nach § 45c, der Beschreibung des guten Zustands der Meeresgewässer nach § 45d und der Festlegung von Zielen nach § 45e des Wasserhaushaltsgesetzes zur Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Nord- und Ostsee (BLANO), 15. Oktober 2024.
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Ziel ist „Meere ohne Beeinträchtigung durch Eutrophierung“. Das Ziel wird durch die operativen Ziele UZO1.1, UZO1.2 und UZO1.3 konkretisiert. Auf dem HELCOM-Ministertreffen 2013 hat sich Deutschland zu einer Reduktion der jährlichen [nbsp]Stickstoffeinträge in die Ostsee um rund 7.670 t (wasser- und luftbürtiger Einträge [nbsp]zusammengenommen) und einer Reduktion der Phosphoreinträge um rund 170 t gegenüber dem [nbsp]Referenzzeitraum 1997–2003 verpflichtet. Im aktualisierten Ostseeaktionsplan von 2021 erfolgte eine [nbsp]Umstellung von Reduktionsanforderungen auf maximal erlaubte Nährstoffeinträge (nutrient inputs [nbsp]ceilings). Basierend auf Nährstoffeintragsdaten bis 2020 und unter Anrechnung von Reduktionen [nbsp]benachbarter Becken muss Deutschland seine Stickstoffeinträge in die zentrale Ostsee noch um 847 t pro Jahr reduzieren und die Phosphoreinträge um 219 t pro Jahr (HELCOM Indikator National [nbsp]Nutrient Input Ceilings 1997-2020). In allen anderen Becken wurden die Reduktionsziele von [nbsp]Deutschland bereits erreicht. Die verbleibenden Reduktionen machen für Stickstoff nur 2,4 % der [nbsp]deutschen Jahresfracht in die zentrale Ostsee aus, für Phosphor aber 49 %. Die [nbsp]Reduktionsverpflichtungen des Ostseeaktionsplans beziehen sich sowohl auf wasserbürtige als auch [nbsp]auf atmosphärische Einträge und berücksichtigen, da sie regional festgelegt wurden, auch [nbsp]grenzüberschreitende Ferneinträge von Nährstoffen. Deshalb sind sie für Umweltziel 1.1, 1.2 und 1.3 [nbsp]gleichermaßen relevant.
Literaturangaben und weitere Informationen siehe: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) (Hrsg.) (2024): Zustand der deutschen Ostseegewässer 2024. Aktualisierung der Anfangsbewertung nach § 45c, der Beschreibung des guten Zustands der Meeresgewässer nach § 45d und der Festlegung von Zielen nach § 45e des Wasserhaushaltsgesetzes zur Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Nord- und Ostsee (BLANO), 15. Oktober 2024.
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Operatives Umweltziel für das übergeordnete Umweltziel „Meere ohne Beeinträchtigung durch anthropogene Eutrophierung“. Nährstoffeinträge über die Flüsse sind weiter zu reduzieren. Als Indikator für Umweltziel 1.1 dienen die Nährstoffkonzentrationen am Übergabepunkt limnisch-marin der in die Ostsee mündenden Flüsse. Die abflussnormierten Frachten der Phosphor- und Stickstoffverbindungen deutscher Zuflüsse zur Ostsee sind seit 1995 rückläufig. Die Frachten wurden abflussnormiert, da abflussbedingt sehr starke jährliche Schwankungen auftraten und die Schwankungen durch die Abflussnormierung herausgerechnet werden können. Die Nährstoffeinträge, die am Übergabepunkt limnisch-marin in die Ostsee gemessen werden, sind im Vergleich der Bewertungszeiträume 2011–2015 und 2016–2020 um 5 % (899 t pro Jahr) für Stickstoff gestiegen und um 9 % (66 t pro Jahr) für Phosphor gesunken. Im Vergleich der Bewertungszeiträume 2016–2020 und 1995–1999 sind die Nährstoffeinträge um 9 % (1.994 t pro Jahr) für Stickstoff und um 27 % (255 t pro Jahr) für Phosphor zurückgegangen. Nach dem Stoffeintragsmodell MoRE war im Zeitraum 2016–2018 für Stickstoff weiterhin die Landwirtschaft (ca. 80 % der Stickstoffeinträge) Hauptverursacher der Einträge. Abwasserbürtig z.B. über kommunale Kläranlagen und Kanalisationen (Regenwassereinleitungen und Mischwasserüberläufe) erfolgten knapp 10 % der Stickstoffeinträge. [nbsp]Für Phosphor verursachen die Landwirtschaft (knapp 45 %) und die Abwasserwirtschaft (Kläranlagen und Kanalisationen zusammen knapp über 45 %) gleichbedeutend hohe Einträge. Aufgrund von methodischen Anpassungen in der aktuellen Modellierung wie auch durch die Verwendung von z.T. neuen und räumlich besser aufgelösten Eingangsdaten, insbesondere für Phosphor, kann kein Vergleich zur letzten MSRL-Bewertung in 2018 erfolgen.
Literaturangaben und weitere Informationen siehe: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) (Hrsg.) (2024): Zustand der deutschen Ostseegewässer 2024. Aktualisierung der Anfangsbewertung nach § 45c, der Beschreibung des guten Zustands der Meeresgewässer nach § 45d und der Festlegung von Zielen nach § 45e des Wasserhaushaltsgesetzes zur Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Nord- und Ostsee (BLANO), 15. Oktober 2024.
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Operatives Umweltziel für das übergeordnete Umweltziel „Meere ohne Beeinträchtigung durch anthropogene Eutrophierung“. Nährstoffeinträge über die Flüsse sind weiter zu reduzieren. Als Indikator für Umweltziel 1.1 dienen die Nährstoffkonzentrationen am Übergabepunkt limnisch-marin der in die Ostsee mündenden Flüsse. Die abflussnormierten Frachten der Phosphor- und Stickstoffverbindungen deutscher Zuflüsse zur Ostsee sind seit 1995 rückläufig. Die Frachten wurden abflussnormiert, da abflussbedingt sehr starke jährliche Schwankungen auftraten und die Schwankungen durch die Abflussnormierung herausgerechnet werden können. Die Nährstoffeinträge, die am Übergabepunkt limnisch-marin in die Ostsee gemessen werden, sind im Vergleich der Bewertungszeiträume 2011–2015 und 2016–2020 um 5 % (899 t pro Jahr) für Stickstoff gestiegen und um 9 % (66 t pro Jahr) für Phosphor gesunken. Im Vergleich der Bewertungszeiträume 2016–2020 und 1995–1999 sind die Nährstoffeinträge um 9 % (1.994 t pro Jahr) für Stickstoff und um 27 % (255 t pro Jahr) für Phosphor zurückgegangen. Nach dem Stoffeintragsmodell MoRE war im Zeitraum 2016–2018 für Stickstoff weiterhin die Landwirtschaft (ca. 80 % der Stickstoffeinträge) Hauptverursacher der Einträge. Abwasserbürtig z.B. über kommunale Kläranlagen und Kanalisationen (Regenwassereinleitungen und Mischwasserüberläufe) erfolgten knapp 10 % der Stickstoffeinträge. [nbsp]Für Phosphor verursachen die Landwirtschaft (knapp 45 %) und die Abwasserwirtschaft (Kläranlagen und Kanalisationen zusammen knapp über 45 %) gleichbedeutend hohe Einträge. Aufgrund von methodischen Anpassungen in der aktuellen Modellierung wie auch durch die Verwendung von z.T. neuen und räumlich besser aufgelösten Eingangsdaten, insbesondere für Phosphor, kann kein Vergleich zur letzten MSRL-Bewertung in 2018 erfolgen.
Literaturangaben und weitere Informationen siehe: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) (Hrsg.) (2024): Zustand der deutschen Ostseegewässer 2024. Aktualisierung der Anfangsbewertung nach § 45c, der Beschreibung des guten Zustands der Meeresgewässer nach § 45d und der Festlegung von Zielen nach § 45e des Wasserhaushaltsgesetzes zur Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Nord- und Ostsee (BLANO), 15. Oktober 2024.
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Operatives Umweltziel für das übergeordnete Umweltziel „Meere ohne Beeinträchtigung durch anthropogene Eutrophierung“. Nährstoffe über Ferneinträgen aus anderen Meeresgebieten sind zu reduzieren. Darauf ist im Rahmen der regionalen Zusammenarbeit des Meeresschutzübereinkommens HELCOM hinzuwirken.
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Operatives Umweltziel für das übergeordnete Umweltziel „Meere ohne Beeinträchtigung durch anthropogene Eutrophierung“. Nährstoffeinträge aus der Atmosphäre sind weiter zu reduzieren. Als Zielwert für das Umweltziel dienen dienen die im Rahmen des Göteborg-Protokolls der Genfer Luftreinhaltekonvention und der EU NEC Richtlinie für Deutschland festgelegten Reduktionsverpflichtungen für Stickstoffoxid- und Ammoniakemissionen. Die nach Göteborg-Protokoll ab 2020 zu erfüllenden Reduktionsverpflichtungen von 39 % für Stickstoffoxide und 5 % für Ammoniak 15 (Bezugsjahr 2005) wurden von Deutschland gemäß Berichterstattungen 2022 sowie 2023 vollständig eingehalten. Ab 2030 müssen gemäß EU NEC Richtlinie auf der Basis desselben Bezugsjahres die Stickstoffoxidemissionen um 65 % und die Ammoniakemissionen um 29 % reduziert worden sein. Das Göteborg-Protokoll unterliegt gegenwärtig einem Review-Prozess, in dem erstmals auch das Schutzgut Meer berücksichtigt wird.
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Operatives Umweltziel für das übergeordnete Umweltziel „Meere ohne Beeinträchtigung durch anthropogene Eutrophierung“. Nährstoffeinträge aus der Atmosphäre sind weiter zu reduzieren. Als Zielwert für das Umweltziel dienen dienen die im Rahmen des Göteborg-Protokolls der Genfer Luftreinhaltekonvention und der EU NEC Richtlinie für Deutschland festgelegten Reduktionsverpflichtungen für Stickstoffoxid- und Ammoniakemissionen. Die nach Göteborg-Protokoll ab 2020 zu erfüllenden Reduktionsverpflichtungen von 39 % für Stickstoffoxide und 5 % für Ammoniak 15 (Bezugsjahr 2005) wurden von Deutschland gemäß Berichterstattungen 2022 sowie 2023 vollständig eingehalten. Ab 2030 müssen gemäß EU NEC Richtlinie auf der Basis desselben Bezugsjahres die Stickstoffoxidemissionen um 65 % und die Ammoniakemissionen um 29 % reduziert worden sein. Das Göteborg-Protokoll unterliegt gegenwärtig einem Review-Prozess, in dem erstmals auch das Schutzgut Meer berücksichtigt wird.
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Target purpose |
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Feature(s) |
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GES components |
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Timescale |
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Update date |
202412 |
202412 |
202412 |
202412 |
202412 |
202012 |
202012 |
Update type target |
TargetSame |
TargetSame |
TargetSame |
TargetSame |
TargetSame |
TargetSame |
TargetSame |
Marine reporting unit |
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Element |
PresInputNut;PresInputOrg |
PresInputNut;PresInputOrg |
PresInputNut;PresInputOrg |
PresInputNut;PresInputOrg |
PresInputNut;PresInputOrg |
PresInputNut;PresInputOrg |
PresInputNut;PresInputOrg |
Parameter |
OTH-Total Nitrogen
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OTH-Total Phosphorus
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CONC-W-Total Nitrogen
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CONC-W-Total Phosphorus
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OTH-Import Nitrogen and Phosphorus
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OTH-Deposition Nitrogen
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OTH-Emission Nitrogen
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Target value |
847.0 |
170.0 |
2.6 |
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Target value |
>= |
>= |
<= |
<= |
>= |
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Value achieved - upper |
5.9 |
0.45 |
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Value achieved - lower |
1.7 |
0.09 |
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Value unit |
Other
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Other
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milligram per litre
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milligram per litre
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% change
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Target status |
Target not yet achieved |
Target not yet achieved |
Target not yet achieved |
Target not yet achieved |
Target not yet achieved |
Target achieved |
Target achieved |
Assessment period |
2016 - 2020 |
2016 - 2020 |
2016 - 2021 |
2016 - 2020 |
2016 - 2020 |
2016 - 2020 |
2016 - 2020 |
Target assessment description |
Gemäß HELCOM- Ostseeaktionsplan 2021 hat Deutschland sich verpflichtet, maximal 70644 Tonnen Stickstoff pro Jahr über die Flüsse, direkte Einträge und die Atmosphäre in die Ostsee einzutragen (Net nutrient input ceiling NIC, table 2a updated Baltic Sea Action Plan), wobei jedes Becken sein eigenes Oberziel für den Stickstoffeintrag hat. Das letzte follow-up der Nährstoffeinträge erfolgte durch HELCOM basierend auf Stickstoffeintragsdaten bis 2020. Das follow-up ist beckenspezifisch und es werden statistische Unsicherheiten berücksichtigt. Darüber hinaus können erfolgte Reduktionen in benachbarten Becken angerechnet werden (extra reductions). Deutschland muss seine Stickstoffeinträge in die zentrale Ostsee (Baltic Proper) noch um insgesamt 847 t pro Jahr reduzieren. In allen anderen Becken wird die maximal erlaubte Fracht bereits unterschritten. Die verbleibenden Reduktionen machen für Stickstoff nur 2,4 % der deutschen Jahresfracht in die zentrale Ostsee aus, so dass mit einer Zielerreichung in den nächsten Jahren zu rechnen ist. Alle Daten sind unter https://helcom.fi/wp-content/uploads/2023/04/Annex-1.-NIC-2020-assessment-results-with-country-per-basin.pdf verfügbar.
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Gemäß HELCOM- Ostseeaktionsplan 2021 hat Deutschland sich verpflichtet, maximal 510 Tonnen Phosphor pro Jahr über die Flüsse und direkte Einträge in die Ostsee einzutragen (Net nutrient input ceiling NIC, table 2a updated Baltic Sea Action Plan), wobei jedes Becken sein eigenes Oberziel für den Stickstoffeintrag hat. Das letzte follow-up der Nährstoffeinträge erfolgte durch HELCOM basierend auf Stickstoffeintragsdaten bis 2020. Das follow-up ist beckenspezifisch und es werden statistische Unsicherheiten berücksichtigt. Darüber hinaus können erfolgte Reduktionen in benachbarten Becken angerechnet werden (extra reductions). Deutschland muss seine Phosphoreinträge in die zentrale Ostsee (Baltic Proper) noch um insgesamt 170 t pro Jahr reduzieren. In allen anderen Becken wird die maximal erlaubte Fracht bereits unterschritten. Die verbleibenden Reduktionen machen für Phosphor 49 % der deutschen Jahresfracht in die zentrale Ostsee aus, so dass mit einer Zielerreichung in den nächsten Jahren nicht zu rechnen ist. Alle Daten sind unter https://helcom.fi/wp-content/uploads/2023/04/Annex-1.-NIC-2020-assessment-results-with-country-per-basin.pdf verfügbar.
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Der Bewirtschaftungszielwert am Übergabepunkt limnisch-marin von <=2,6 mg/l für Gesamtstickstoff (TN) muss von jedem in die Ostsee mündenden Fluss erreicht werden. Der Zielwert wurde im fünfjährigen Mittel von 2016–2020 für die Schwentine, die Kossau, die Aalbek, die Uecker und die Warnow erreicht. Für den Grenzfluss Oder wurde die chemische Messstelle Krajnik Dolny (PL) und der dazugehörige Bezugspegel Gozdowice (PL) als Übergabepunkt limnisch-marin festgelegt. Aktuell gibt es jedoch noch keine etablierte Berichtsroutine, sodass die Oder noch nicht mit betrachtet wurde.
Hinsichtlich der Bewertungsmethode handelt es sich um einen einfachen Abgleich der gemessenen Konzentrationen der Flüsse am Übergabepunkt limnisch-marin mit dem Bewirtschaftungszielwert bzw. dem fließgewässerspezifischen Orientierungswert. Um die oben beschriebenen abflussbedingten Schwankungen zu berücksichtigen, sollten zukünftig zusätzlich zu den Konzentrationen abflussnormierte Frachten mit einer Zielfracht verglichen werden. Diese Betrachtung wurde testweise durchgeführt (siehe: Indikatorkennblatt Nährstoffkonzentrationen am Übergabepunkt limnisch/marin).
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Für Phosphor wurde je nach Gewässertyp ein fließgewässerspezifische Orientierungswert am Übergabepunkt limnisch-marin von <=0,1 bzw. <=0,15 mg/l TP festgelegt (weshalb keine Angabe für den Zielwert erfolgen konnte, da dort nur ein Eintrag erlaubt ist). Der fließgewässerspezifische Orientierungswert muss von jedem in die Ostsee mündenden Fluss erreicht werden. Es wird gegenwärtig davon ausgegangen, dass bei Einhaltung des fließgewässerspezifischen Orientierungswertes für TP der gute ökologische Zustand gemäß WRRL und der gute Umweltzustand gemäß MSRL erreicht werden können. Die Orientierungswerte befinden sich gegenwärtig in wissenschaftlicher Überprüfung.
Der fließgewässerspezifische Orientierungswert für Gesamtphosphor (TP) wurde im fünfjährigen Mittel von 2016–2020 nur von der Koseler Au, der Warnow und der Maurine erreicht. Für den Grenzfluss Oder wurde die chemische Messstelle Krajnik Dolny (PL) und der dazugehörige Bezugspegel Gozdowice (PL) als Übergabepunkt limnisch-marin festgelegt. Aktuell gibt es jedoch noch keine etablierte Berichtsroutine, sodass die Oder noch nicht mit betrachtet wurde.
Hinsichtlich der Bewertungsmethode handelt es sich um einen einfachen Abgleich der gemessenen Konzentrationen der Flüsse am Übergabepunkt limnisch-marin mit dem Bewirtschaftungszielwert bzw. dem fließgewässerspezifischen Orientierungswert. Um die oben beschriebenen abflussbedingten Schwankungen zu berücksichtigen, sollten zukünftig zusätzlich zu den Konzentrationen abflussnormierte Frachten mit einer Zielfracht verglichen werden. Diese Betrachtung wurde testweise durchgeführt (siehe: Indikatorkennblatt Nährstoffkonzentrationen am Übergabepunkt limnisch/marin).
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Ferneinträge aus anderen Meeresgebieten stellen weiterhin eine wichtige Eintragsquelle für Nährstoffe in die deutschen Ostseegewässer dar. So sind z.B. die Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns östlich von Rügen erheblich von den Nährstoffeinträgen der Oder beeinflusst, die für Stickstoff zu 83% und für Phosphor zu 85% aus Polen stammen (Fuchs et al. 2016). Grundsätzlich berücksichtigt die Festlegung der Nährstoffreduktionszahlen im Rahmen des HELCOM-Ostseeaktionsplans die Problematik der Ferneinträge bereits hinreichend, denn es kann davon ausgegangen werden, dass der gute Zustand in den deutschen Ostseegewässern nur erreicht werden kann, wenn alle Ostseeanrainer ihre gemäß der HELCOM Ministererklärung 2013 eingegangenen Nährstoffreduktionsverpflichtungen erfüllen.
Zukünftig soll neben dem Indikator ""Import von Stickstoff und Phosphor"" auch der Indikator ""Export von Stickstoff und Phosphor"" betrachtet werden, da Deutschland durch seine Nährstoffeinträge auch die Gewässer der Nachbarstaaten beeinflusst.
Literaturangaben und weitere Informationen siehe: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) (Hrsg.) (2024): Zustand der deutschen Ostseegewässer 2024. Aktualisierung der Anfangsbewertung nach § 45c, der Beschreibung des guten Zustands der Meeresgewässer nach § 45d und der Festlegung von Zielen nach § 45e des Wasserhaushaltsgesetzes zur Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Nord- und Ostsee (BLANO), 15. Oktober 2024.
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Für die Deposition von Stickstoffverbindungen wurden keine Zielwerte gesetzt. Es wird davon ausgegangen, dass die Emissionsreduktionen zu denen Deutschland sich im Rahmen des Göteborg-Protokolls der Genfer Luftreinhaltekonvention und der EU NEC Richtlinie verpflichtet hat, den atmosphärischen Stickstoffeintrag hinreichend reduzieren, so dass ein guter Zustand gemäß MSRL erreicht werden kann. In 2017 wurden 24 % des Stickstoffs über die Atmosphäre in die Ostsee eingetragen (HELCOM- Pollution Load on the Baltic Sea PLC 7). Aufgrund hoher Emissionen bei vorherrschender Westwindrichtung hat Deutschland den größten Anteil an der atmosphärischen Stickstoffdeposition auf der Ostsee. 17 % des oxidierten Stickstoffs (NOx) und 31 % des reduzierten Stickstoffs (NH4), der auf der Ostsee deponierte, stammte aus Deutschland (EMEP Technical Report MSC-West 2/2020). Die Schifffahrt auf der Ostsee hatte einen Anteil von 15 % an der Deposition oxidierter Stickstoffverbindungen, die Schifffahrt auf der Nordsee einen Anteil von 9 % (EMEP Technical Report 12 MSC-West 2/2020).
Literaturangaben und weitere Informationen siehe: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) (Hrsg.) (2024): Zustand der deutschen Ostseegewässer 2024. Aktualisierung der Anfangsbewertung nach § 45c, der Beschreibung des guten Zustands der Meeresgewässer nach § 45d und der Festlegung von Zielen nach § 45e des Wasserhaushaltsgesetzes zur Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Nord- und Ostsee (BLANO), 15. Oktober 2024.
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Als Zielwert für das Umweltziel dienen die im Rahmen des Göteborg-Protokolls der Genfer Luftreinhaltekonvention und der EU NEC Richtlinie für Deutschland festgelegten Reduktionsverpflichtungen für Stickstoffoxid- und Ammoniakemissionen. Die nach Göteborg-Protokoll ab 2020 zu erfüllenden Reduktionsverpflichtungen von 39 % für Stickstoffoxide und 5 % für Ammoniak 15 (Bezugsjahr 2005) wurden von Deutschland gemäß Berichterstattungen 2022 sowie 2023 vollständig eingehalten. Ab 2030 müssen gemäß EU NEC Richtlinie auf der Basis desselben Bezugsjahres die Stickstoffoxidemissionen um 65 % und die Ammoniakemissionen um 29 % reduziert worden sein. Das Göteborg-Protokoll unterliegt gegenwärtig einem Review-Prozess, in dem erstmals auch das Schutzgut Meer berücksichtigt wird.
Emissionen oxidierter Stickstoffverbindungen stammten 2020 für Deutschland zu 40 % aus dem 14 Verkehr, zu 22 % aus der Energiewirtschaft, zu 13 % aus Haushalten und von Kleinverbrauchern und zu 11 % aus der Landwirtschaft (UBA Daten zur Umwelt - Stickstoffoxid-Emissionen). Die Emissionen reduzierter Stickstoffverbindungen stammten 2020 für Deutschland zu 95 % aus der Landwirtschaft 17 (UBA Daten zur Umwelt - Ammoniak-Emissionen). Seit 1990 haben die deutschen Emissionen oxidierter Stickstoffverbindungen um 66 % abgenommen, die deutschen Emissionen reduzierter Stickstoffverbindungen jedoch nur um 25 %.
Literaturangaben und weitere Informationen siehe: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) (Hrsg.) (2024): Zustand der deutschen Ostseegewässer 2024. Aktualisierung der Anfangsbewertung nach § 45c, der Beschreibung des guten Zustands der Meeresgewässer nach § 45d und der Festlegung von Zielen nach § 45e des Wasserhaushaltsgesetzes zur Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Nord- und Ostsee (BLANO), 15. Oktober 2024.
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Related indicator |
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Related measures |
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